Sie befinden sich hier: Startseite » Infopool » Fliesen im Schwimmbadbau » Beckenkopfsysteme

Beckenkopfsysteme

Unterschieden wird nach:
Tiefliegenden Beckenkopfsystemen (z. B. tiefliegende Wiesbadener Rinne, vielfach bei älteren Wettkampfbecken aus den 60er, 70er Jahren oder Skimmerbecken, welche ausschließlich in privaten Bädern zur Anwendung kommen). Hochliegenden Beckenkopfsystemen (z.B. System Finnland, Zürich, Berlin oder Bamberg). Hierbei liegt der Wasserspiegel des Beckens auf gleichem Niveau mit der Keramik des Beckenumganges. Vorteile bei diesen Systemen sind z.B. ein besserer Ausblick des Schwimmenden, ein kontinuierlicher Wasserüberlauf sowie nichtreflektierende Wellen, wodurch eine ruhigere Wasseroberfläche entsteht. Geschätzt wird dies vor allem von Schwimmsportlern, seitdem das erste Becken mit hochliegendem Wasserspiegel 1972 bei der Olympiade in München zu einer Weltrekordflut führte. Therapiebecken (z. B. Typ St. Moritz). Hierbei wird es über Betonaufkantungen dem Betreuungspersonal ermöglicht, dem Patienten Hilfestellung zu geben.
 

Kapillarbrechender Verguss (orange markiert)


Beckenkopfvarianten

Ein entscheidender Detailpunkt, gerade bei hochliegendem Wasserspiegel, ist der kapillarbrechende Verguss aus Epoxidharz im Beckenkopfbereich (Abb. 2 / 3). Der kapillarbrechende Verguss muss bündig mit der Oberkante der Überlaufrinne bzw. des Formteiles ausgeführt werden. Dadurch kann kein Wasser infolge hydrostatischen Drucks in den Beckenumgang gelangen. Fehlt der kapillarbrechende Verguss, gelangt Wasser in die Unterkonstruktion des Beckenumganges, so dass dieser ständig durchfeuchtet wird (Prinzip der kommunizierenden Röhren). Das „überfließende“ Wasser tropft dann entweder in das Untergeschoss oder löst Kalk und Alkalisilikate aus dem Verlegemörtel der Fliesen des Beckenumganges und transportiert diese mit der Zeit über die Kapillarporen der Fugen auf die Belagsoberfläche. Unansehnliche Kalk- und Silikatabscheidungen sind die Folge.

Einbringen des kapillarbrechenden Vergusses (PCI Apoten®, 1:1)


Überlaufrandsteine / Beckenkopfformteile

Die Verlegung von Rinnensteinen erfordert vom Fliesenleger ein besonderes Maß an Genauigkeit, denn der präzise Einbau einer Überlaufrinne ist eine wesentliche Voraussetzung für eine optimal funktionierende Beckenhydraulik und -wasseraufbereitung. Für den Einbau der Formteile fordern die entsprechenden Regelwerke deswegen eine maximale Abweichung aus der Waagerechten von ± 2 mm über die gesamte Länge der Rinne. Weiterhin können bei unsachgemäßem Einbau durch Trockenstand oder nicht abfließendes Beckenwasser Verkeimungen in der Rinne auftreten.
Das Setzen der Beckenkopfformteile erfolgt in der Praxis meist mit Trasszementmörtel und Haftbrücke. Gelegenlich gelangen Sonderlösungen wie z. B. das Setzen mit Epoxidharzmörtel (PCI Bauharz-System) zum Einsatz. Im Sinne der Bauregelliste A Teil 2, Nr. 1.10 empfehlen wir mit PCI Carrament® grau die Formteile auf durchgetrockneter Verbundabdichtung, wie z. B. PCI Seccoral® 2K Rapid zu versetzen. Das System weist ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis auf.

Bewerte diese Seite

 
 
 
 
 
 
 
Bewerten
 
 
 
 
 
 
5 Bewertungen
100%
1
5
5
 

Rinnensysteme

System Wiesbaden großer Rinnenstein
System Wiesbaden kleiner Rinnenstein
System Wiesbaden tiefliegend, großer Rinnenstein
System Wiesbaden tiefliegend, kleiner Rinnenstein
System Finnland, weiter Beckenrand
System Finnland, verkürzter Beckenrand