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Optimaler Energieeinsatz


Anmeldedatum: 20.12.2004
Beiträge: 5
Hallo,

ich habe ein Problem bzw. eine Frage.
Kann mir jemand helfen?

Wir haben eine kleine Schwimmhalle mit einem Schwimmbecken
8x4x1,40 und suchen nun nach dem Optimum des Energieeinsatzes.

Derzeit fahren wir
Wasser 27 Grad
Luft 28 Grad
Feuchte 60 %
Frischluft über Fenster

Die Heizleistung kommt im Winter zu 70 % aus dem Entfeuchter

Der Entfeuchter wird mit Strom betrieben, die Heizung Gas.

Wäre es vielleicht besser die Erwärmung stärker über die Heizung zu
machen, um Strom beim Entfeuchter zu sparen. Oder ist es wirtschaftlicher über den Entfeuchter zu heizen (Kaut 2 Jahre alt) also
die Feuchte auf ca. 55% zu stellen?

Im Winter ist im Augenblick der Stromverbrauch Entfeuchter
ca. 17 Euro,
die Heizkosten (Heizung und Wassererwärmung) ca. 25-30 Euro die Woche.

Was wäre die Energiesparendste Einstellung?

Gruß G. Leuchner
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Anmeldedatum: 02.07.2004
Beiträge: 305
Hallo Herr Leuschner,

Bei einem geschätzten Strompreis von 15,3 ct/kWh und Heizkosten von 5 ct/kWh benötigt Ihre Schwimmhalle bei den angegebenen Betriebsbedingungen 17/0,153 = 110 kWh elektrische Energie und 27,5/0,05 = 550 kWh Heizungsenergie pro Woche. Ergibt eine Gesamtleistung von (110+550)/(7*24) = 3,93 kW.

Bei 27° Wasser, 28° Luft und 60% RF verdunsten im Ruhezustand ohne Beckenabdeckung etwa 50 Liter Wasser am Tag. Das entspricht einer Verdunstungsleistung von 1,3 kW. Von den 3,93 kW Gesamtleistung entfallen also 1,3 kW auf die Wasserverdunstung und 2,63 kW auf Transmissionsverluste der Halle.

Wenn Sie die Lufttemperatur auf 30° erhöhen verdunsten bei gleicher Wassertemperatur und Luftfeuchtigkeit (27°C, 60%) nur noch 39 Liter Wasser pro Tag, entspricht einer Verdunstungsleistung von 1 kW. Wegen der höheren Lufttemperatur steigen die Transmissionsverluste der Halle von 2,63 kW auf 2,82 kW (Annahme: Ihre Verbrauchsdaten gelten für 0° Aussentemperatur), d.h. die Gesamtleistung beträgt 3,82 kW. Trotz höherer Lufttemperatur wird also schon etwas weniger Gesamtleistung benötigt, da wesentlich weniger Wasser verdunstet. Die Heizkosten sinken leicht von 27,50 Eur/Woche auf 26,73 Eur/Woche

Durch die geringere Verdunstung muß Ihre Entfeuchtertruhe jetzt nur noch 39 Liter statt 50 Liter pro Tag bewältigen, d.h. der Stromverbrauch sinkt auf 13,26 Eur/Woche.

Das Spielchen kann man jetzt weiter treiben. Bei 32° Lufttemperatur verdunsten nur noch 27,4 Liter pro Tag (entspricht 9,31 Eur/Woche für Entfeuchterstrom) und die Heizkosten sinken auf 26 Eur.

Natürlich sind diese Berechnungen vereinfacht und nicht 100% exakt, da viele Annahmen getroffen werden müssen. Man sieht aber, dass zur Kostenreduzierung die Wasserverdunstung verringert werden muss. Dafür gibt es drei Wege:

- Unterschied zwischen Wassertemperatur und Lufttemperatur vergrößern.
- Höhere Luftfeuchtigkeit zulassen (z.B. 65% oder sogar 70%)
- Becken abdecken (reduziert die Verdunstung um 90%)

Bei der Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit gibt es Behaglichkeitsgrenzen und Grenzen durch die Bauphysik (Kondensation). Gegen eine Beckenabdeckung sprechen eigentlich nur optische und Bequemlichkeitsgründe.

Mit freundlichen Grüßen,
Amateur
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Anmeldedatum: 20.12.2004
Beiträge: 5
Hallo,

erstmal ganz herzlichen Dank,

das muss ich erst mal in Ruhe verarbeiten.

Der Nickname ist bei diesen Sachkenntnissen doch ein Witz?!

Gruß G. Leuschner
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Anmeldedatum: 16.02.2004
Beiträge: 3223
Wohnort: D-14612 Falkensee
hallo g.leuschner,

wie unser "amateur" schon andeutete erreichst du mit einer abdeckung des schwimmbeckens den größten effekt. es ist halt nur diefrage wiehoch der K-wert der abdeckung sein soll. den gibt esvon ca. 3 ( rollladen ) über 4,5 ( mehrschichtfolie ) bis zu irgendwas (luftpolsterfolie ).
grundsätzlich ist aber der temperaturunterschied von 1 - 2°K sehr gering.
und die rLF ist mit 60% gut gewählt.

mit freundlichen grüßen
Axel
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