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| Laienfrage bezüglich Grundwasser / Innenschwimmbad |
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hallo julia,
grundwasser ist immer eine schlechtere lösung. die bessere wäre eine "gartenwasseruhr" .... da wird nur wasser gezapft welches nicht in den kanal / abwasser fließt. also garten, schwimmbad usw alles ohne abwassergebühren. mit freundlichen grüßen Axel |
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Hallo Julia,
ob sich das rechnet, müsst ihr besser wisssen. Was kostet das Leitungswasser inkl. Abwasser.? Was kostet der Brunnen? Kann Brunnenwasser auch für andere Zwecke (z.B.WC Spülung, Waschmaschine usw.)eingesetzt werden? Ob ihr einen Brunnen errichten dürft, kommt eure Gemeinde an. Ob euch die Kommune von Abwassergebühren bei einem Brunnen befreit, wenn das Abwasser in den Kanal geht, bezweifle ich. Zusätzliche Chemieverbrauch, kommt auf die Wasserqualität an. Schätze mal, dass die Zusatzchemie nicht die Welt kostet. MfG uwe |
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Hallo Julia
Einen Brunnen zu bauen ist grundsätzlich genehmigungspflichtig durch das Wasserwirtschaftsamt. Alles was sich unter der Oberfläche des Bodens befindet gehört nicht dem Grundstücksbesitzer, sondern ist Allgemeingut. So auch das Grundwasser, jede Entnahme ist kostenpflichtig. Es gibt allerdings Gemeinden, die bei kleineren Mengen <3000 m³ auf Gebühren verzichten, wie z.B. die Stadt Mülheim an der Ruhr. Abwassergebühren wird man kaum sparen können. In Südbaden werden jetzt jene Häuslebauer zur Kasse gebeten, die sich eine Brauchwasseranlage zur Nutzung des Regenwasser installiert haben. |
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Hallo,
ich fass mich mal kurz: Brunnenwasser enthält oft einen hohen Anteil an Eisen. Dieses Eisen reagiert mit dem Chlor und fällt als brauner Schleier im Wasser aus. Mit Flockungsmittel und sehr viel Filtern kann man das durchaus wieder weg bekommen. Kommt halt darauf an wie viel Eisen wirklich drin ist im Brunnenwasser. Bei mir im Außenpool klappt es gut! Nach ca. 36 h Filterlaufzeit ist das Wasser kristallklar. Beim Innenpool habe ich es noch nicht probiert, der geht erst nächstes Jahr in Betrieb. Sollte aber eigentlich auch funktionieren, ist ja die gleiche Technik. Jetzt aber das ABER: Nur weil es bei manchen klappt, heißt das noch lange nicht, dass es immer funktioniert. Es gibt viele Fälle wo Brunnenwasser absolut nicht geeignet ist, zumindest habe ich schon von vielen Fällen gelesen wo es nicht funktioniert. Wasser ist nicht gleich Wasser. Von Ort zu Ort und auch von Zeit zu Zeit kann die Zusammensetzung unterschiedlich sein. Gewissheit bekommt man also nur durch Ausprobieren, oder aber eine Wasseranalyse. Da in dem oben beschrieben Fall jedoch noch kein Brunnen vorhanden ist, geht das natürlich schwer... Auch was die Amortisation betrifft, sollte man sich ein paar Gedanken machen: Ein Brunnen der nicht sehr tief ist, sagen wir mal max. 12 Meter vielleicht, kostet noch nicht sooo viel. Mit einer einfachen Pumpe und die Arbeit für das Bohren plus Brunnenrohr vielleicht 500 bis 1000 Euro. Aber was wenn das Grundwasser tiefer liegt? Ich musste knapp über 30 Meter tief bohren und da reicht keine einfache Pumpe mehr, sondern es ist schon eine spezielle Brunnenwasserförderpumpe, z.B. von Grundfoss, erforderlich. Die kostet alleine schon 600 bis 1200 Euro. Außerdem schlägt jeder Bohrmeter noch mit 30 bis 45 Euro pro Meter (!) zu Buche. In der Summe kommen da schon schnell 3000 Euro und mehr zusammen! Von noch tieferen Brunnen fange ich mal gar nicht erst an Hinzu kommen Genehmigungsgebühren, die unter Umständen anfallen können, plus in manchen Orten auch Entnahmegebühren pro Kubikmeter. Also auch das ist auf alle Fälle vorher mit der Gemeinde oder der Wasserbehörde abzuklären! Ob es sich dann noch lohnt muss jeder für sich kalkulieren. Bei mir hat es sich mehr als gelohnt, aber das muss nicht immer so sein! Aber nun mal was ganz anderes: Kostenfaktor Nummer Eins in der Schwimmhalle ist nicht das Wasser, sondern die Heizung!!! Ich halte es für wesentlich intelligenter erst die Heizung zu optimieren, sprich Dämmung, Fenster, Wärmerückgewinnung und Heiztechnik und dann evtl. über andere Einsparmöglichkeiten nachzudenken. Fakt ist, so viel wie man meistens bei der Heizung einsparen kann, spart ein Brunnen nicht in hundert Jahren ein. So teuer ist das Wasser in Deutschland (noch?) nicht!!! In sofern, viele Grüße und und angenehmes Osterwochenende! |
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Huch, gar nicht gesehen, das Eingangsposting ist ja vom letzten Jahr... Naja, vielleicht hilft es ja wem anders, das das Thema noch einmal aufgewärmt wurde
Btw., die Gartenwasseruhr ist immer eine Alternative die man bedenken sollte! |
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