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| Grundlegende Fragen (gut gefragt ist noch besser investiert) |
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hallo florian,
am besten geeignet sind ozon oder auch UV-C licht, da sterben alle keime. bei der ozonvariante gibt es die möglichkeit der automatischen ph-wertregulierung in der anlage. bei UV-C licht brauchst du eine separate ph-wertregulierung. die fragen zum mengenverbrauch stellen sich in dem zusammenhang nicht. bei der chemie kann man keinen wirklichen richtwert angeben, weil er von vielen faktoren abhängig ist. pumpe 73m³ x 3 = 130 m³ : 16 h = 8 m³/h bei ozom und UV-C sollte die anlage ca. 3/4 tag laufen ( 16 h ) daraus ergibt sich das rein rechnerisch der schwimmbeckeninhalt 3 mal täglich umgewälzt wird. und dazu reicht eine 8 m³/ h pumpe aus. da du solarkollektoren planst würde ich eine 10 m³/h pumpe einsetzen. dazu eimen 500 mm kunststoffkessel mit 75 kg quarzsand in der körnung 0,6 - 1,2 mm. bei einer überlaufrinne brauchst du ein bodeneinlassysthem ( mehrere bodeneinlassdüsen ). wieviel wasserabläufe hängt von der rinnenlänge ab. du kannst alle 2 - 4 m einen einsetzen. zum fliesen des schwimmbeckens ...achte auf quallitätsfliesen, bitte nicht die guten italienischen..... die überlaufrinne, so wie sie da abgebildet ist ist recht laut ( wasserplätschern ) das musst du bei den keramikteilen beachten. die zweite wasserableitung wird deswegen sein, damit das schwappwasser zurückläuft weil da kein gefälle zum becken hin vorhanden ist. ob das nun wirklich sein muss weiß ich nicht. zu fliesen, fugen usw kann ich dir nichts sagen...das ist nicht meien strecke.... theoretisch brauchst du das wasser nie wechseln, denn es wird beim laufenden schwimmbadbetrieb gewechselt ( verlust durch baden, verdunsten, rückspülen ...... der wird ja automatisch ausgeglichen.) eine luftentfeuchtung und eine gute wärmedämmung sind wichtig. es gibt verschiedene geräte und auch systheme. das muss dann an dienen raum ( platz ) angepasst werden. und ich habe noch mehr antworten.....schau mal auf meine HP....schlagwörter da findest du weitere anregungen und tips mit freundlichen grüßen Axel |
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Hallo Axel
Danke für deine schnelle und ausführliche Antwort oder sollte ich sagen Antworten. Hast mir sehr weitergeholfen Danke nochmal Ciao Flo |
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Hallo Florian,
da hast du dir aber was vorgenommen (kann ich aus eigener Erfahrung beurteilen). Besorg dir zunächst mal das Buch "Planung von Schwimmbädern" von Christoph Saunus. Gibt es hier unter Infopool oder im Buchhandel. Wenn man das gelesen (und verstanden) hat ist man zumindest theoretisch bestens gerüstet. Zu den Zahlen in deinem Bild: Das Bild zeigt einen Beckenkopf mit alternativer Abdichtung. Wird bei Betonbecken gemacht, die die Dichtprobe nicht bestanden haben oder auch als reine Vorsichtsmaßnahme. 1 ist die eigentliche Dichtschicht und die einzige wirklich wasserdichte Schicht im ganzen Aufbau. Fliesen, Kleber, Silikon usw. ist alles NICHT wasserdicht. Von der Vorstellung mit Fliesen, Silikon o.ä. irgendwas abdichten zu können muß man sich gleich verabschieden. 2 ist ein kapillarbrechender Verguss aus Epoxidharz. Wenn man sich den Beckenkopf genau anschaut steht das Wasser links von der Überlaufkante etwas höher als der Beckenumgang. Durch den statischen Druck wandert Wasser oberhalb der Dichtschicht durch Fliesen, Fugen und den Dickbettmörtel nach rechts und würde zwischen Rinnenformstein und Beckenumgang austreten. Natürlich nicht als dicker Strahl sondern in Form einer ständig nassen Stelle. Der Epoxidharzverguss verhindert das. 3 ist ein Einlegeband aus Schaumstoff. Es verhindert eine Dreiflankenhaftung des Silikons. Silikonfugen dürfen nur an zwei Flanken haften, damit eine reine Schub/Zugbelastung und möglichst keine Scherkräfte auftreten. 4 kann ich nicht genau erkennen. Scheint eine Art elastische Verbindung zwischen Beckenkopf und Beckenumgang zu sein. Ich würde an dieser Stelle ein Dichtband in die Abdichtungsschicht 1) einarbeiten 5 ist eine elastische Fuge aus Schwimmbadsilikon. Sie hat nur optische Wirkung aber keine Dichtungsfunktion 6 ist der Fliesenkleber. Schwimmbadfliesen müssen hohlraumfrei im kombinierten Verfahren verlegt werden (Buttering-Floating). Das ist nicht ganz einfach. Hohlstellen im Hallenbad sind zwar nicht ganz so dramatisch wie im Freibad (kein Frost der die Fliesen absprengt), bilden aber prima Keimnester, weil kein Desinfektionsmittel hinkommt. Zahnspachtel und Fliesen draufpappen wie im Badezimmer ist also nicht. Flexkleber aus dem Baumarkt geht auch nicht. 7 ist Dickbettmörtel. Die Rinnenformsteine müssen überall +- 1mm genau in der Waage liegen damit das Wasser gleichmäßig überläuft. Sie werden deshalb mit einem Baulaser gesetzt. Zum Ausrichten braucht man ein dickeres Klebebett, damit man etwas Spielraum hat. Da der angrenzende Belag in der Höhe an die Formsteine angepasst werden muss legt man den auch in Dickbettmörtel 8 ist eine einbetonierte elastische Dichtmanschette zwischen Beckenkopf und Beckenumgang. Beim Bau muß das Becken von Rest des Gebäudes entkoppelt werden, damit sich Setzungen und Spannungen nicht auf den Beckenkörper übertragen und sich der Beckenkörper unabhängig vom Gebäude bewegen kann (bei deinem Becken sind es 72 Tonnen Lastwechsel zwischen voll und leer und ein guter Millimeter Dehnung zwischen warm und kalt) 9 ist ein Hohlkehle, weil man die Abdichtungsschicht nicht um scharfkantige Ecken legen kann (Rissgefahr bzw. Hohlstellen). Deshalb hat der Betonkern des Beckenkopfs auch überall Fasen. 10 Die Abdichtungsschicht wird im Beckenumgang fortgesetzt um ein Eindringen von Spritzwasser in den Estrich zu verhindern (wie bei einer Terassen- bzw. Balkonabdichtung). Fliesen sind wie gesagt NICHT wasserdicht. Fliesen verfugen: Zum Verfugen habe ich eine für Schwimmbäder zugelassenen mineralische Fugenmasse verwendet. Die Verarbeitung erfolgt mit Kelle, Gummirakel und Schwamm zum Nachwaschen, genauso wie bei normaler Fugenmasse. Die Aushärtung ist auch genauso. Fliesen und Fugen dichten prinzipiell nicht ab, deshalb spielen mikroskopische Risse usw. keine Rolle. Die Abdichtung erfolgt allein durch die Dichtschicht. Man kann auch Epoxidharzfuge verwenden. Die wird dann aus Kartuschen verarbeitet. Abdichten tut die aber auch nicht. Ach ja, Fliesen für's Schwimmbad sind übrigens keine normalen Fliesen sondern Spaltplatten. Hallenklima: eine Luftaufbereitung ist unbedingt erforderlich um die Luftfeuchtigkeit im Griff zu halten. Sonst steigt die Luftfeuchtigkeit ruck zuck auf fast 100% und köndensiert an jeder kleinsten Kältebrücke => Bauschäden. Ob man dafür eine Entfeuchtungsanlage oder eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung einsetzt ist Geschmackssache. Ich habe eine Lüftungsanlage gewählt, weil die Betriebskosten geringer sind und ich keinen Kühlschranksound in der Halle haben wollte. Viel Erfolg, Amateur |
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Hallo Amateur
Herzlichen dank für die Mühe die du dir für die Antwort gemacht hast. Bin jetzt wieder um einiges schlauer. Werd mir wirklich mal das Buch besorgen und bis zum Poolbau auswendiglernen Danke nochmal Florian |
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